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Wir sind eine Truppe aus 7 Schauspielenden, einer Stimme aus dem Off und einem hinter den Pulten und dann noch 3 Leuten, die leiten. Wir haben alle irgendie links zu der ISD und haben unterschiedlich viele Erfahrungen mit Theater spielen. Wir kommen aus verschiedenen Städten der Bundesrepublik, wie Pforzheim, Berlin, Frankfurt, Platenlaase und Bielefeld und wir treffen uns die letzten 2,5 Jahre öfter Mal, um Theater zu spielen, uns mit Schwarzer Geschichte auseinader zu setzen oder der Bedeutung von Rassismuserlebnissen auf unsere eigene Biographie und zu guter letzt aus all dem unser Theaterstück zu entwickeln.


Das YoungStar Theater sind:
Naomi Noi, Siraad Wiedenroth, Jeannette Ngnoubamdjum, Indigo Funke, Jonathan Aikins, Amina Eisner, Christelle Ngnoubamdjum, Nelson Paasch und Kevin Robinson ... und wird geleitet von Sebastian Fleary, Patricia Göthe und Sharon Otoo.

 

Ein paar Photos von uns und ein kurzer Trailer zu unserer Vorarbeit gibt es hier: myspace.com/youngstartheater

 

Das Theaterstück real life: Deutschland ist entstanden aus dem Empowerment-Theaterprojekt “YoungStar Theater - Schwarze Jugendliche im Mittelpunkt”.

Für alle, die Interesse haben ein bisschen über das Projekt zu erfahren, die können hier einen kleinen Einblick bekommen.

 

 

Wichtiges zum Projekt "YoungStar Theater - Schwarze Jugenliche im Mittelpunkt"

 

Das Projekt ist eine Kooperation der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund e.V.), der LAG Spiel und Theater NRW e.V. und Blauschwung e.V.

Leonie Schneider und Donatus Taal waren auch Teil des Projektes und an der Entwicklung des Stückes teilweise beteiligt gewesen - sind aber leider nicht bei unserem Stück dabei.

 

Hintergrund

Im Jahr 2008 sind Schwarze Menschen in Deutschland ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft. Sie leben teilweise seit Generationen hier, sprechen fließend deutsch und sind deutsche Staatsangehörige. Sie tragen zu der gesellschaftlichen Vielfalt in Deutschland bei.

Schwarze Menschen erfahren aber soziale, politische und ökonomische Benachteiligungen und sind in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen (Politik, Medien etc.) unterrepräsentiert. Der Alltag Schwarzer Menschen in Deutschland ist von verschiedenen Erfahrungen der Diskriminierung, Ausgrenzung und Marginalisierung geprägt. Nach wie vor bestehen in Deutschland Rassismus und Rechtextremismus. Diese sozialen Phänomene sind nicht nur als ablehnende Einstellungen von Individuen zu betrachten, sondern auch als eine demokratie-gefährdende gesellschaftliche Tendenz wahrzunehmen und zu thematisieren.

Vor diesem Hintergrund findet das YoungStar Projekt zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von Schwarzen Jugendlichen statt.

Das Projekt eröffnet einerseits die Möglichkeit, über die kreative Methode des „Theater der Unterdrückten“

[nach August Boal] zukunftsfähige Utopien zu entwickeln. Andererseits wird unserer Zielgruppe ein Forum geboten ihre Lebenssituation, ihre Themen und Perspektiven in der Öffentlichkeit präsenter zu machen. Dies ist ein Aspekt, der von großer politischer Bedeutung ist, da es hierbei um die Anerkennung der Lebensrealitäten Schwarzer Jugendlicher in Deutschland geht und um die Anerkennung der bundesdeutschen kulturellen Vielfalt generell.

 

Empowerment

Das YoungStar Projekt versteht sich als ein Empowerment-Theaterprojekt.

Unter Empowerment ist ein innovativer Ansatz zu verstehen, der vor dem Hintergrund einer alltäglichen rassistischen Gegenwart die Notwendigkeit sieht, eigene (Schutz)Räume für die Betroffenen zu schaffen. Dieser Raum dient dazu den schwarzen Jugendlichen einen Ruheraum zu bieten, der frei ist von rassistischen Projektionen. Des weiteren geht es um die Erfahrung, dass ihre biographischen Erlebnisse kollektiv geteilte Erfahrungen darstellen, und sie als Einzelne weder eine Schuld daran haben noch alleine damit sind. Daher ist es wichtig und notwendig, einen Austausch und eine gemeinsame Entwicklung von Handlungsstrategien zu initiieren – in Richtung einer gleichberechtigten gesamtgesellschaftlichen Teilhabe. Um dem gerecht zu werden setzt sich das Team ebenfalls aus Schwarzen TrainerInnen zusammen. Es gibt in anderen Ländern wie England, den Niederlanden und den USA bereits best practice Beispiele (wie bspw. die Arbeit der National Association of Black Social Workers in den USA).



Inhaltliche Schwerpunkte und Ziele

• gemeinsamer Austausch über die Lebensrealität(en) Schwarzer Jugendlicher in Deutschland und Entwickeln von Zukunftsvisionen für ein respektvolles, nichtdiskriminierendes Miteinander

• Selbstreflexion: Was ist mir in meinem Leben wichtig? Wie erlebe ich Alltagsrassismus und Diskriminierung und wie gehe ich damit um? Bin ich selbst in Bezug auf Andere frei von Vorurteilen? etc.

• Empowerment: Welche Bedeutung hat Schwarz-Sein in meiner Biographie und für meine Identität? Kenne ich eine schwarze Person, die für mich Vorbild ist?

• Wissensvermittlung und -vertiefung: gemeinsames Erarbeiten u. a. der Themen „Schwarze Präsenz in der deutschen Geschichte“, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

• Bildung von Netzwerken und Aktionsbündnissen

• Förderung der Präsenz und Sichtbarkeit Schwarzer Belange in der Öffentlichkeit durch die Erstellung der Dokumentationsmaterialien sowie die Aufführungen des Theaterstücks

• Die Weiterentwicklung soziokultureller Praxis durch Veröffentlichung der Projektergebnisse und -erkenntnisse (Dokumentationsmaterialien, Verfassen von Artikeln, Halten von Vorträgen

 

Das Projekt ist weiterhin angewiesen auf Spenden. Wir würden uns sehr freuen, wenn es Ihnen möglich ist uns zu unterstützen.

 

ISD – Bund e.V.

Postbank Hamburg

BLZ     200 100 20
Konto: 300 57 200
Stichwort : Spende YoungStar Theater

 

Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater NRW e.V.

Sparkasse Herford

BLZ     494 501 20

Konto: 250 635 604  
Stichwort : Spende YoungStar Theater

 

.... vielen Dank!